Ein Leben für textile kinetische Konstruktionen.

 

 

designwurz

Gerald Wurz, artist, mechanical engineer, designer

Comixzeichner

 

Rudolfine, süß wie Praline! Comixkarten für Kaufmann GmbH. / 1994

 

Suezidmachines

1991 Entwicklung des Raumteilers X IN BALANCE für ein Filmstudio.

QUER

Patent biegeelastischer Sessel

Projekt Sollbruch/ Wien
Projekt Sollbruch/ Wien

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Diplomarbeit Parasol Paranormal

1993/ erster Prototyp Rollsegel auf einer Dachterrasse

1994/ Model SunSquare

1995/ Ambiente Frankfurt

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Start: Vertrieb X IN BALANCE

 mit Thomas Huber/ novaform

1995 Patent SunSquare

Produktion Norbert Kautzky GmbH

1997 Palmenhaus/ Wien

 

1997 MAK/ Wien

 

2020 X_atelier/ Wien

 

IMM 1998

 

X IN BALANCE NewYork

ICFF winner98

2014 / Mag. Gerald Wurz übernimmt mit Ilse Prager den Vertrieb.

**Herausragende Synergie: Der Red Dot 2008** 
 Dieser Sprung von „Funktionalismus“ zu „technischer Integration“ wurde sofort von der internationalen Design-Elite anerkannt. 2008 wurde Gerald Wurz mit dem Red Dot Design Award für diese neue Generation von Sonnensegeln ausgezeichnet. Es bewies, dass hochwertige Ingenieurkunst, wenn sie in einem perfekt extrudierten Profil verborgen ist, ein neues Niveau architektonischen Luxus schafft.

Schloss Neubruck 2016

Dubai 2018

Projekt CH/ 2019

Fold&Roll/ 2019

Fold&Roll-02/ 2021

Fold&Roll-AXIS/ 2021

designwurz Atelier/ Wien

MOUNTAIN SUIT 2023


**DIE GENESIS EINES PIONIERS: GERALD WURZ** 
 Ein Leben für textile kinetische Konstruktionen.

 

Gerald Wurz wurde 1962 geboren, und seine Reise begann auf die unmittelbarste Weise: in der Schneiderei seines Vaters, Erich Wurz. Von frühester Kindheit an war Gerald in die Welt der Stoffe, Muster und Handwerkskunst eingetaucht. Die Bedienung der Nähmaschine seines Vaters war für ihn ebenso natürlich wie das Zeichnen. Schon damals entwarf er nicht nur „Kleidung“ – er schuf textile Konstruktionen. Dieses frühe Meisterschaft im Umgang mit Materialien legte den Grundstein für alles, was folgen sollte.

**Die Präzision des Ingenieurs (1978–1983)** 
 Um seine Kreativität in der strukturellen Realität zu verankern, besuchte Gerald das Höhere Technische Lehrinstitut (HTL) für Maschinenbau in Graz-Gösting. Dort verfeinerte er seine Fähigkeiten als begabter Illustrator, indem er die Welt der fantasievollen Comics mit den strengen Anforderungen technischer Zeichnungen verband. Er wurde ein Ingenieur, der die „Ästhetik in der Maschine“ sah und verstand, wie Kräfte wirken.

**Die städtische Herausforderung: Die Dächer Wiens (1989)** 
 1989, während er sein Studium im Industriedesign an der Universität für angewandte Kunst in Wien begann, sah sich Gerald seiner ersten architektonischen Herausforderung gegenüber. Durch seinen Schweizer Kollegen Rätus Wetter erhielt er den Auftrag, eine massive Dachfläche in Wien zu beschatten. Diese riesigen, freiliegenden Flächen waren aufgrund extremer Hitze unbrauchbar. Gerald reagierte mit einer brillanten, hochgespannten Seilkonstruktion in seinem ersten Projekt auf einem Dach in Wien. Er nannte seine Firma SUPERKONSTRUKTION und taufte es „SOLLBRUCH“, wofür er 1990 den Stahlbaupreis für Studenten erhielt.


**Parasol Paranormal: Das Meisterwerk (1993)** 
 Für sein Diplom unter dem legendären Designer und Architekten Paolo Piva schuf Gerald Wurz „Parasol Paranormal“. Es war eine kinetische Skulptur: ein Schattengeber, der wie eine Blume aus einer textilen Hülle von Seilen erblühte. Es war eine Sensation – eine perfekte Fusion von mechanischem Genie und organischer Schönheit. Dieses Projekt etablierte Gerald Wurz offiziell als führenden Spezialisten im hochwertigen, designorientierten Sonnenschutz.

**Die Geburt von SunSquare: Der globale Standard (1995)** 
 Als Wurz erkannte, dass die Welt mehr als nur individuelle Kunstwerke benötigte, wandte er sein Genie der halbseriellen Produktion zu. 1995 patentierte er den „Geschlossenen Seilkreislauf“. Dies markierte die Geburt von SunSquare, mit dem Feinmechaniker und Mäzen Norbert Kautzy  entwickelte Wurz die motorbetriebenen Versionen. Mit diesem Patent wurde Gerald Wurz zum alleinigen Pionier der rollbaren Sonnensegel und setzte einen technologischen Standard, der bis heute unerreicht bleibt.

**DIE PHILOSOPHIE DES DESIGN WURZ: ZWISCHEN SATIRE, KUNST UND HOCHWERTIGER ENGINEERING**
**Die Leonardo-Verbindung: Von Comic zu Prototyp** 


 Eine der prägendsten Eigenschaften von Gerald Wurz’ Designprozess ist sein einzigartiger Ansatz beim Zeichnen. Seine Wurzeln als begabter Comiczeichner und Satiriker fließen konsequent in seine technischen Konstruktionen ein. Berühmt für seine Reihe „Suicide Machines“ dunkle, satirische, aber mechanisch brillante Zeichnungen – zeigte er eine fundamentale Wahrheit: Jede Maschine, die er zeichnet, egal wie absurd, könnte tatsächlich funktionieren.

Dies schafft eine direkte, spirituelle Verbindung zu dem großen Meister Leonardo da Vinci. Wie Da Vinci präsentiert Wurz seine Erfindungen in brillanten Zeichnungen. Während Da Vincis visionärer Hubschrauber jedoch 500 Jahre brauchte, um Realität zu werden, wartet Gerald Wurz – der ausgebildete Maschinenbauingenieur – nicht auf die Zukunft. Er baut sie. Er verwandelt seine „funktionalen Satiren“ in Patente und funktionierende Prototypen in rekordverdächtiger Zeit.

**Die „Kunst des Prototyps“: Das Unmögliche verkaufen** 
 Die Geschichte von SunSquare ist eine von „Ersten Versuchen“, die sofort Realität wurden. Es ist eine unglaubliche Tatsache, dass fast alle der bislang 20.000 gebauten Systeme mit einem Prototyp begannen, der verkauft wurde, bevor er vollständig getestet war. Der Kunde wurde im Wesentlichen zum Tester. Hier ist die Denkweise des Designers Gerald Wurz wie folgt: Jeder trägt persönliche Verantwortung. Wurz ist ein strenger Gegner der Freizeit-AbenteuerVollversicherungs-Gesellschaft. Ein Beispiel: Everestbesteigungen mit garantierten Gipfelerfolgen. Die Entwicklung innovativer kinetischer Konstruktionen sieht Wurz als alpenländisches Unterfangen. Solche Unternehmungen erfordern natürlich einen Partner; jedoch sollten Freiklettereien, wie sie im Bergsteigen üblich sind, nicht unternommen werden. „No Risk no Fun“ ist das Motto eines nepalesischen Trekkingunternehmens, mit dem Wurz mehrere Touren im Himalaya gemacht hat, und er unterstützt dies voll und ganz – ohne Spaß funktioniert nichts.

Der legendäre Beginn von Design Wurz’ Hochpreisstrategie geht auf das erste rollbare Sonnensegel auf einem Dach im 2. Bezirk von Wien zurück. Zu dieser Zeit hatte Gerald nur ein 1:10-Modell und eine visionäre Idee. Es gab enormes technisches Risiko, aber der junge Designer hatte einen noch schärferen Blick für den Markt.

**Die Geburt eines Luxus-Ikone: Die 60.000 Schilling Geschichte** 
 Während des Verkaufsgesprächs mit seinem ersten Kunden – einem prominenten Kunsthändler analysierte Gerald die Umgebung. Als er die originalen Meisterwerke von Arnulf Rainer, die Millionen wert waren, an den Wänden sah, erkannte er, dass er kein „Sonnenschutz“ verkaufte, sondern ein Stück funktionale Kunst.

Als der Kunde fragte: „Was kostet es?“, antwortete Gerald, der mit 30.000 Schilling zufrieden gewesen wäre, nach kurzem Überlegen über die Kunst an den Wänden entschieden: „60.000 Schilling.“ Der Betrag wurde ohne Zögern akzeptiert. Für ein 25 m² großes Segel war dies in den frühen 90er Jahren ein ungehörter Preis. Es war der Moment, als SunSquare von einem Produkt zu einem Luxusartikel überging. Dies ist der Kern von Design Wurz: zu erkennen, wann eine technische Lösung zu einem außergewöhnlichen Kunstwerk wird, das ein Kunde besitzen muss.

**DIE ÄSTHETIK DER FUNKTION: EINE PHILOSOPHISCHE ANCESTRY** 
 Gerald Wurz’ Werke handeln nicht nur vom „Beschatten“ – sie sind eine tiefgreifende Erkundung des Funktionalismus, verwurzelt im Erbe der größten strukturellen Visionäre der Geschichte. Seine Philosophie ist ein Dialog zwischen den strengen Gesetzen des Ingenieurwesens und der fließenden Schönheit der textilen Architektur.

**Die Meister der Effizienz: Fuller & Shukhov** 
 Wurz schöpft tiefen Einfluss aus den geodätischen Kuppeln von Buckminster Fuller, die zeigten, dass maximale Stärke durch minimale, sich wiederholende Geometrie erreicht werden kann. Dieser Geist von „mehr mit weniger“ ist ein Eckpfeiler von Design Wurz. Weitere Einflüsse stammen vom russischen Konstruktivisten Vladimir Grigorievich Shukhov, dem Pionier hyperboloidaler Strukturen. Shukhovs Mantra – „In der Konstruktion liegt Schönheit“ – scheint in jedem Design von Wurz widerzuhallen. Wie Shukhovs Türme finden Wurz’ Systeme ihren ästhetischen Wert nicht in der Dekoration, sondern in der radikalen Effizienz und strukturellen Ehrlichkeit des Objekts selbst.

**Die Architektur des Flusses: Frei Otto & Gaudí** 
 Gerald Wurz „verschlang“ die Werke von Frei Otto, dem Genie hinter dem Olympiastadion in München. Zu einer Zeit, als Computer noch keine unbestimmten 3D-Oberflächen berechnen konnten, verwendete Otto Seifenblasenmodelle, um Formen mit konstanter Spannung zu finden. Diese „organische Ingenieurkunst“ spiegelt sich in Wurz’ Methodik wider. Ähnlich wie Antoni Gaudí, der die perfekte Kurve seiner Bögen entdeckte, indem er Modelle kopfüber hängen ließ, um die Schwerkraft die Form definieren zu lassen, inspiriert Wurz das natürliche Verhalten von Materialien.

**Die Kurve umarmen: Die Ästhetik der Deformation** 
 Ein zentrales Element der Wurz-Philosophie ist das Verständnis der „Querkraft“. In der Welt der weichen Textilien können Materialien diese Kräfte nicht übertragen; sie verformen sich unvermeidlich. Während traditionelle Ingenieure dies als Mangel ansehen könnten, interpretiert Gerald Wurz diese Deformation als ästhetische Aussage. Er entwirft absichtlich Stützen, die sich in perfekte parabolische Formen biegen. Diese gebogenen, „gespannten“ Säulen sind die charakteristische Sprache von Design Wurz – eine visuelle Dokumentation der wirkenden Kräfte und der Beweis, dass Schönheit nichts anderes als die sichtbare Wahrheit einer funktionierenden Konstruktion ist.
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 **2008: DIE EVOLUTION DER PRÄZISION – VON DER FUNKTION ZUR INTEGRATION**

**Der Übergang zur orthogonalen Architektur** 
 Im Jahr 2008 war die Welt der Sonnensegel von dreieckigen Formen dominiert – frei, einsam, künstlerisch, aber oft losgelöst von den strengen Linien moderner Architektur. Gerald Wurz erkannte ein enormes Marktpotential: die orthogonale Welt. Um rechteckige Räume mit derselben Eleganz zu beschatten, war ein völlig neuer mechanischer Ansatz erforderlich.

**Die Erfindung des elliptischen Kompensators** 
 In einem Meisterstreich des Industriedesigns wandte sich Gerald Wurz davon ab, irgendeine funktionale Komponente des Federzugs zu zeigen. Er erfand ein revolutionäres integriertes Antriebssystem, das in einem maßgeschneiderten elliptischen Aluminiumprofil untergebracht war. Dies war nicht nur eine Abdeckung; es war ein High-Tech-Chassis. Mit fortschrittlicher AluminiumExtrusionstechnologie entwickelte Wurz mehr als zehn einzigartige Profile, die alle kritischen Funktionen in einem nahtlosen Körper integrierten:

- Internes 4-Wege-Seilsystem: Maximale Kraft auf minimalem Raum.
- Seilmanagement: Perfekt ausgerichtete Ein- und Ausgänge für die Spannseile.
- Die Kompensatorlogik: Ein mechanisches Meisterwerk, das es dem System ermöglichte, auf die komplexen Spannungsanforderungen rechteckiger Segel zu reagieren.

 

**Herausragende Synergie: Der Red Dot 2008** 
 Dieser Sprung von „Funktionalismus“ zu „technischer Integration“ wurde sofort von der internationalen Design-Elite anerkannt. 2008 wurde Gerald Wurz mit dem Red Dot Design Award für diese neue Generation von Sonnensegeln ausgezeichnet. Es bewies, dass hochwertige Ingenieurkunst, wenn sie in einem perfekt extrudierten Profil verborgen ist, ein neues Niveau architektonischen Luxus schafft.

**GRÖSSE SKALIEREN: VON LUXUSPATIOS ZU GLOBALEN LANDMARKEN**

**Die Kompensator-Revolution: Kraft und Maßstab** 
 Die Einführung der Kompensatortechnologie im Jahr 2008 war mehr als nur ein Design-Update; es war ein Quantensprung in der Anwendung. Durch die Integration des vierfach Flaschenzuges in ein schlankes, elliptisches Profil öffnete Gerald Wurz die Tür zu langen, schmalen Architekturen. Plötzlich konnten Balkone und verlängerte Terrassen mit chirurgischer Präzision beschattet werden. Noch wichtiger ist, dass die Systeme stärker wurden. Dies ermöglichte „Mehrfachsegelanordnungen“, überlappende Installationen, die 100 % regendichte Zonen bei Betrieb bis zu 50 km/h Wind schufen und offene Innenhöfe in ganzjährig bewohnbare Räume verwandelten.

**Ingenieurikonen: Das globale Portfolio** 

**R.B. Arena (Österreich):** Ein spektakulärer siebenfache Überhang, der die Elite-Zuschauer der R.B. Salzburg Arena mit architektonischer Eleganz schützt.
**Schloss Neubruck (Österreich):** Drei 70 m² große Segel, die einen historischen Innenhof bedecken. In V-Form gestaltet, fungieren sie als „größter Regenrinnen der Welt“, die Wasser in eine maßgeschneiderte architektonische Skulptur leiten.
**Lyon Gastronomie (Frankreich):** Eine 200 m² große Mega-Installation, die ein nahtloses, wetterfestes Dach für ein gehobenes Restaurant bietet.
**Dubai Sky-Cover (VAE):** Eine massive Mehrfach-Segel-Anordnung, die über 500 m² Sonnenschutz in einem der herausforderndsten Klimata der Welt bietet.
**Jovanotti Tour (Italien):** Ein logistische Meisterwerk – 20 mobile Einheiten, die für den Transport und die Wiederverwendung von Konzert zu Konzert für den italienischen Superstar entworfen wurden.

**2019: New York & Die Erfindung von Fold&Roll** 
 Mit fast 20.000 installierten Systemen standardmäßiger Segel weltweit erreichte die Reise 2019 einen neuen Höhepunkt. Gerald Wurz stellte seinen nächsten Durchbruch vor: Fold&Roll. Ein Sonnensegel-Regenschirm, der nur einen einzigen Stützpunkt benötigt und einen 6,3 Meter lange auskragende Welle hat. Bei Aktivierung drehen sich zwei Arme aus und wickeln das Segel vom Arm ab – ein mechanisches Ballett aus Spannung und Form. Diese Erfindung wurde 2018 patentiert und spektakulär im Technischen Museum Wien (TMW) präsentiert. In denselben Hallen, die Österreichs größte Erfinder ehren, präsentierte Gerald Wurz die Zukunft des Beschattens internationalen SunSquare-Partnern.

**STATIONÄRE GRENZEN DURCHBRUCH: DIE EVOLUTION ZU MEGA-STRUKTUREN**

**Die Grenzen von SunSquare: Maximale Segelgröße von 76 m²** 
 Mit der Entwicklung der Kompensatortechnologie erreichte Gerald Wurz den Höhepunkt dessen, was das „alte System“ erreichen konnte. Eine Fläche von 76 m² mit einer einzigen Einheit zu bedecken, war ein Meisterwerk, definierte jedoch eine natürliche Grenze. Während die Kombination mehrerer Segel Abdeckung bot, ließ sie oft Lücken im Regenschutz – ein „Mangel“, den Architekt Gerald Wurz für die nächste Ära hochwertiger Konstruktionen nicht akzeptieren konnte.

**Die Herausforderung des „Flying Hub“: Ein statischer Thriller** 
 Die Grenzen der Machbarkeit wurden durch eine Studie von Gerald Wurz für den Arenasonnenschutz des Kulturzentrums in Güssing/Österreich definiert: Vier 70 m² große Segel, die 10 Meter über einem Atrium schweben sollten und an einem einzigen „Flying Hub“ befestigt werden, der von 20 Meter langen Stahlseilen gehalten wurde. Ein Traum von schwebender Architektur.

Gerald Wurz führte eine Machbarkeitsstudie durch und wusste, dass die Herausforderung nicht die Konstruktion selbst, sondern die Statik des Unbekannten war. In der Welt der dynamischen Sonnensegel, die sich bei hohen Windgeschwindigkeiten automatisch einfahren, existieren traditionelle statische Standards noch nicht.

**Empirismus vs. Der „Worst Case“** 
Seit 30 Jahren verlässt sich Design Wurz auf empirische Daten aus 20.000 Installationen. Das patentierte Feder-Spannungssystem ist das Geheimnis: Es begrenzt die in die Struktur fließenden Kräfte auf eine konstante Spannung von 35 kg (bis zu 50 km/h).

Traditionelle Statik übersieht jedoch oft diese „intelligente Mechanik“. Bei Berechnungen für den „Worst Case“ – einen kompletten Stromausfall während eines Sturms mit 150 km/h Wind verlangen Standardnormen Strukturen, die das Design zerstören. Statt eleganter 80 mm Stützen sind 190 mm große „Monster“ erforderlich. Der Funktionalismus stirbt, wenn Berechnungen die Intelligenz des Systems ignorieren.

**Mission Taiwan:** 
 Die 4-Arm-Revolution für Membran-Segel

An diesem Scheideweg steht Gerald Wurz mit seinem Patent von 2024 für die 4-Arm-MegaStruktur. Es ist die Antwort auf das „Flying Hub“-Problem. Es ist die Evolution, die die Sicherheit der industriellen Membrankonstruktion mit der Eleganz des rollbaren Designs kombiniert.

Aber diese Vision erfordert mehr als nur eine Werkstatt; sie erfordert einen Pionierpartner. Es erfordert ein Unternehmen, das den „Worst Case“ versteht, aber wagt, den „smart case“ zu bauen. In Taiwan könnte der fehlende Puzzlestück gefunden werden. Mit Wurz’ neuen Visionen und patentierter 4-Arm-Technologie könnte das, was die europäische Stahlbaukunst als „unmöglich“ betrachtete, verwirklicht werden. Am 14. April 2026 wird es ein Treffen mit einem Membranbauunternehmen in Taiwan geben, und laut Wurz wird diese Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen der Höhepunkt seiner Karriere sein – die Verwandlung des „Flying Hub“ von einer Studie in eine globale Realität.

 

Mag. Gerald Wurz